Das Belastungs- und Beanspruchungskonzept

Was sind Beanspruchungen am Arbeitsplatz?

Wenn man sich mit dem Thema "Ergonomie am Arbeitsplatz" befasst, kommt man früher oder später mit dem sogenannten "Belastungs- und Beamspruchungskonzept" in Berührung.

Grundsätzlich sind Arbeitgeber dazu verpflichtet (Betriebssicherheitsverordnung (§4 BetrSichV)) die Sicherheit und Gesundheit der Arbeitnehmer am Arbeitsplatz zu gewährleisten. Es ist also die Pflicht von Unternehmen, für die entsprechende Ergonomie am Arbeitsplatz zu sorgen.Doch trotz aller Maßnahmen seitens der Arbeitgeber können Belastungen am Arbeitsplatz zu psychischen oder physischen Erkrankungen von Mitarbeitern und Mitarbeiterinnen führen. Dabei spielen viele Faktoren eine Rolle: ist zum Beispiel die Arbeitsumgebung nicht mit den Bedürfnissen der Menschen abgestimmt, können körperliche Schäden die Folge sein. Laut Arbeitswissenschaft ist ferner von Bedeutung, mit welcher Intensität und Dauer Belastungen auf den Menschen einwirken.

Belastungs-Beanspruchungskonzept

Welchen Anforderungen und Belastungen Menschen bei Ihrer täglichen Arbeit ausgesetzt sind, wird zum Beispiel mit dem Belastungs-Beanspruchungskonzept ermittelt, einem differenziertem Konzept, dass aus der Arbeitsmedizin kommt. Ziel ist, Zusammenhänge zwischen Arbeitsaufgabe und Arbeitsumgebung auf der einen und Auswirkungen auf den Menschen auf der anderen Seite darzustellen.

„In dem Belastungs-Beanspruchungskonzept nach Rohmert (1984) versteht man aus arbeitsmedizinscher Sicht unter Belastungen die Gesamtheit aller Bedingungen, die bei der Arbeit auf den Menschen einwirken können.“ (Letzel • Nowak – Handbuch der Arbeitsmedizin – 1. Erg. Lfg. 3/07 Seite 2 )

Unter dem Begriff „Beanspruchungen“ wird die Gesamtheit aller Auswirkungen, der bei der Arbeit auftretenden Belastungen verstanden. Nicht alle Beanspruchungen können naturwissenschaftlich gemessen werden, wie etwa die Herzfrequenz während schwerer körperlicher Arbeit. Psychische Schädigungen, etwa aufgrund eines konfliktbeladenen Vorgesetzten-Untergebenen Verhältnisses, Arbeit unter Zeitdruck, Probleme im Team etc. können nicht konkret gemessen werden.

Übersicht:

In unterschiedlichen Berufen treten verschiedene Belastungen auf, wobei wir hier beispielhaft eine Übersicht über einige Belastungen geben:

  • Lärm
  • Hitze/Kälte
  • Vibration
  • Bakterien
  • Viren
  • Strahlung
  • Staub
  • Soziale Kontakte
  • Monotonie
  • Beleuchtung
  • Zeitdruck

„Nach Rohmert (1983, 1984) können Belastungen hinsichtlich ihrer Quantifizierbarkeit unterschieden werden. So gibt es Belastungen, die mit naturwissenschaftlich-technischen Methoden quantitativ erfassbar und an der Stelle ihrer Einwirkung auf den Menschen zu messen sind. Hierzu zählen z. B. Lufttemperatur, akustische (Lärm) und mechanische (Vibrationen) Schwingungen und chemische Substanzen.“ (Letzel • Nowak – Handbuch der Arbeitsmedizin – 1. Erg. Lfg. 3/07 Seite 4)


Welche Vorteile bieten Büroeinrichtungen nach ergonomischen Prinzipien?

Die ergonomische Gestaltung der Arbeit sollte ganzheitlich betrachtet werden unter Berücksichtigung komplexer Wirkungszusammenhänge. Jeder Mensch reagiert anders, empfindet Belastungen während seiner Tätigkeit unterschiedlich. Betroffene und Beteiligte sollten miteinbezogen und an der Lösung beteiligt werden. Ergonomische Büros orientieren sich an Bedürfnissen der Menschen und verhelfen aber gleichzeitig den Unternehmen zu mehr Erfolg, weil sich Beispielsweise die Krankenstände reduzieren. 

Tipp:

Für Unternehmen kann es sinnvoll sein, einen Ergonomie-Fundus anzulegen, durch den Mitarbeiter die Möglichkeit haben, verschiedene Produkte zu testen. Denn ergonomische Produkte sind an die Bedürfnisse des Einzelnen anpassbar und bieten einen Mehrwert sowohl für Arbeitgeber als auch für Arbeitnehmer.

Welche Vorteile haben Sie

Vertriebspartner in Ihrer Nähe

Einrichtungsideen